Unternehmensaussichten sonnig – Wolke vorausgesetzt

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Die Cloud: Historie und Potenzial für Ihr Unternehmen

Haben Sie sich schon einmal mit dem Begriff „Cloud“ [klaud] im Kontext ihres Unternehmens befasst? Oder hören Sie ihn zum ersten Mal in diesem Zusammenhang? Gleich wie, bitte glauben Sie mir: „Die Cloud ist da und sie wird bleiben!“

Was bedeutet dies für Ihr Unternehmen? Worum es beim Thema Cloud geht, warum es nichts mit der Wettervorhersage zu tun hat und wieso sich Ihr Unternehmen näher damit beschäftigen sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Zeitreise durch die Wolke

Lassen Sie uns zunächst eine kleine Zeitreise antreten: Zurück in eine Zeit, in der es keine Desktopcomputer und noch viel weniger Laptops gab. In eine Zeit, die von sogenannten Mainframes und Terminals bestimmt war, und in der Computer ausschließlich in Rechenzentren zu finden waren. In eine Zeit ohne Internet, Twitter, YouTube und Facebook!

In dieser Zeit wurde alles, was des Computers bedurfte, im Rechenzentrum prozessiert und dann per Datenterminal zum Endverbraucher geleitet. Diese Terminals waren gewissermaßen das Fenster in die Datenwelt. Und so wie es irgendwann mal den letzten Saurier erwischt haben muss, so gingen Mainframes samt Terminals kurz nach der Erfindung der persönlichen Computer – PC für „Personal Computer“ – langsam aber sicher zu Grunde.

Learnings für die Post-Web-2.0-Ära

Die Folge vieler Evolutionszyklen brachte uns schließlich in die Post-Web-2.0-Ära. In eine Zeit, in der leichtgewichtige und webbrowserbasierte Clients Hand in Hand gehen mit leistungsstarken Servercomputern in Rechenzentren. Mehr als eines haben wir daraus gelernt.

So beginnen wir, mehr als 20 Jahre später, zu verstehen, dass nicht jedes mögliche Geschäftsszenario auf den Personal Computer gehört. Erste Mischformen etablierten sich im Laufe der Zeit, einige davon außerordentlich erfolgreich, wie etwa Salesforce.com.

SaaS schafft erstmals größere Flexibilität

Aber von Anfang an: Mit Software-as-a-Service oder kurz “SaaS” wurden Unternehmensdaten zum ersten Mal außerhalb des Unternehmens gespeichert und analysiert. Prozesse beziehungsweise Prozessteile wurden ausgelagert. Sogenannte Hoster stellten die notwendigen Systeme gegen ein entsprechendes Entgelt zur Verfügung. Der notwendige Ablaufrahmen wurde über ein Service Level Agreement (SLA) – Dienstgütevereinbarung – festgelegt. Unternehmen waren zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal in der Lage, flexibel auf die Veränderung von Softwarebedarfen zu reagieren. Und dies kurzfristig und mit vertretbaren Kosten und Risiko!

Aber auch wenn dies bereits ein beachtlicher Schritt war, so war er doch im Wesentlichen aus der Not und der Unfähigkeit der Unternehmen zur Selbsthilfe geboren. Somit stellte er keine Änderung in der Wahrnehmung des Endanwenders dar. Es war eben immer noch nur eine ‚neue‘ Software.

Trommelwirbel für einen neuen Namen

Die Veränderung brachten erst die Spezialisierung und Bereitstellung von solchen Möglichkeiten, die bis dato für den Endanwender nicht darstellbar gewesen waren. Kleine aber feine Softwareapplikationen, die der Anwender über das Internet und den Webbrowser erreichte, führten zur notwendigen Veränderung im Kopf der Nutzergemeinde. Dies war der wesentliche Schritt, ab hier wurde es einfacher.

Ab hier mußte nur noch der Begriff „SaaS“ durch den Begriff „Cloud“ ersetzt werden. Alle möglichen tollen Erweiterungen kamen hinzu, uuund … Cloud-basierte Dienste waren geboren! Trommelwirbel!

So einfach? Ja, so einfach! Der Rest ist Detail und viel Marketing.

Was hat das mit Ihnen zu tun?

Okay, Sie fragen jetzt: „Wenn das alles ist, warum soll ich dafür meine kostbare Zeit opfern?“ – Nun, lassen wir den evolutionären Teil der IT einmal weg. Dann liegt ein wesentlicher Grund, sich mit dem Thema näher zu beschäftigen, in der Tatsache, dass eine Veränderung in den Köpfen der Benutzer stattgefunden hat. Diese gilt es zu verstehen und zu nutzen.

Lösungen in der Cloud sind synonym für Einfachheit und Effizienz. Konzentriert auf wesentliche Aufgabenbereiche, aber eben immer im Sinne des Benutzers und im Kontext der Problemlösung. Eine Aufgabe wird nicht nur effizient gelöst. Es kommt auch eine gewisse Leichtigkeit in der Anwendung zum Vorschein.

Die entscheidende Frage

Die entscheidende Frage lautet: Können Sie dies derzeit für Ihre Unternehmenslösungen behaupten? Würden ihre Mitarbeiter dies bestätigen?

Denken Sie einmal darüber nach, wie stark sich Ihr Geschäft über die Jahre verändert hat. Verdeutlichen Sie sich, wie viel mehr an Dynamik durch Entwicklungen wie die Globalisierung hinzugekommen ist. Wie viel Zeit liegt zwischen dem ersten Rollout Ihrer Planungslösungen und heute? Wie viel hat sich seitdem am Markt verändert?

Zuviel!?

Die frustrierende Realität in vielen Unternehmen

In den meisten Fällen verbringen Ihre Sachbearbeiter ihre Zeit nicht mit der Aufgabe selbst, sondern damit, die notwendigen Daten zusammenzutragen und Prozesse zu erfüllen. Eine oft mühselige und frustrierende Aufgabe, die vom Wesentlichen ablenkt. Schlimmer: mit der Sie vielleicht den entscheidenden Vorsprung vor dem Wettbewerb verlieren.

Bei genauerer Betrachtung werden Sie schnell erkennen, dass ihre Planungslösungen Ihnen nicht die gewünschte Kontrolle über die bestehende Marktdynamik geben. Sie werden ebenfalls verstehen, dass Ihr System bestenfalls Standard ist. Egal wie leistungsfähig und vollständig es ist, und obwohl Ihnen der Softwarehersteller ihres Vertraues Verbesserungen mit dem kommenden Update in Aussicht stellt. Und leider schaffen Standardlösungen eben auch nur mittelmässige Ergebnisse.

Warum Ihr derzeitiges System immer Mittelmaß bleiben wird

Aber damit nicht genug. Selbst wenn Sie ein weiteres Mal investieren, es wird dennoch immer nur Mittlemaß bleiben. Warum? Nun, weil diese Art System nicht dafür konstruiert ist, in schneller Folge verändert zu werden.

Diese Art System wurde gebaut, um Geschäftsvorgänge belastbarer, stabiler und weniger chaotisch zu machen, um Unternehmensprozesse abzubilden. Konstruiert in einer Zeit, als die Dinge noch eher statisch und berechenbar waren, in denen Globalisierung als Begriff noch unbekannt war.

Software ist keine Zwiebel

Das allein wäre schon Grund genug, nach Alternativen zu schauen. Aber es kommt noch schlimmer. In den meisten Fällen wurden diese Systeme über Jahrzehnte von einer Technologie auf die nächste migriert. Sie haben nun – ähnlich einer Zwiebel – jede Menge Häute. Bei der Zwiebel macht dies Sinn. Bei Software macht es langsam und schafft Komplexität. Komplexität, die niemand benötigt, die keinem hilft und die darüber hinaus viel Geld kostet und extrem abhängig macht. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass Sie eben nur eine mittelmäßige Softwarelandschaft besitzen, sind Sie in den meisten Fällen auch noch völlig abhängig vom Hersteller ihrer Planungssoftware.

Seien Sie ehrlich: Beraten Sie unternehmensintern über das richtige Update – oder bestimmt dies der Accountmanager des jeweiligen Lösungsanbieters?

Ok! Die Nachricht ist laut und klar angekommen? Und nun? Sollen Sie jetzt Ihre gesamte Lösungslandschaft und alle Prozesse in die Cloud auslagern? Sollen Sie hunderte von Cloudanbietern suchen und weitere Millionen investieren?

Auf keinen Fall!

Aber es gibt einige Optionen, die Sie in Betracht ziehen sollten, weil sie ein hohes Maß an Flexibilität liefern und vielleicht den Schritt in eine dynamischere Zukunft erleichtern.

Im folgenden Beitrag finden Sie die wesentlichen Schritte für die Reise Ihres Unternehmens in die Zukunft. Ich wünsche ihnen schon jetzt viel Spaß und Erfolg!

Eines noch: Sie benötigen unbedingt einen Visionär an der Spitze dieses Projektes!

Der Autor: Dirk Liebich ist Managing Director und Gründer von Digital Tempus. Digital Tempus betreut mit Standorten in den USA und in Europa weltweit agierende Unternehmen und Konzerne in der Vertriebs- und Operationsplanung.

Kontakt: magazin@digitaltempus.com, www.digitaltempus.de

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